Deutsche Gemeinde mit Solardächern und Windenergie in der Landschaft

Wissen für Städte und Gemeinden

Erneuerbare Energien beginnen vor Ort.

Wie Kommunen die Energiewende planen, Menschen beteiligen und wirtschaftliche Chancen in ihrer Region nutzen. Verständliche Orientierung mit echten Praxisbeispielen.

Unabhängige Informationen · Praxisnah erklärt · Mit geprüften Quellen

Das Wichtigste auf einen Blick

Von der guten Idee zum wirksamen Projekt

Eine Gemeinde muss nicht alles auf einmal lösen. Entscheidend sind eine belastbare Ausgangslage, realistische Schritte und die Beteiligung der Menschen, die vor Ort leben.

Richtig planen

Potenziale erfassen, Zuständigkeiten klären und den Einstieg in die Wärme- und Stromwende strukturieren.

Planung verstehen ↗

Vorbilder finden

Erfahrungen aus Energie-Kommunen zeigen, welche Ideen in der Praxis tragfähig sein können.

Beispiele ansehen ↗

Werte schaffen

Aufträge, Einnahmen und Beteiligung können regionale Strukturen stärken – wenn sie gut gestaltet werden.

Mehr zur Wertschöpfung ↗

Menschen mitnehmen

Offene Information und echte Mitwirkung machen Vorhaben nachvollziehbarer und gerechter.

Beteiligung gestalten ↗

Perspektive Kommune

Die Energiewende ist auch eine Gestaltungsaufgabe.

Ob Solaranlage auf dem Schuldach, Windpark im Umland, kommunales Wärmenetz oder Bürgerenergiegesellschaft: Die Chancen sind vielfältig. Ebenso unterschiedlich sind die örtlichen Voraussetzungen – von der verfügbaren Fläche über Netze bis hin zu Finanzierung und Verwaltungskapazitäten.

Ein guter kommunaler Prozess beginnt daher nicht mit der Entscheidung für eine einzelne Technologie. Er beginnt mit der Frage: Was braucht unsere Gemeinde, und wer sollte bei der Antwort mitreden?

Mit einer belastbaren Bestandsaufnahme beginnen
StromErzeugung und Verbrauch zusammen betrachten
WärmeBestand, Netze und lokale Quellen prüfen
Kommunale Fachleute diskutieren über Landkarten und Projektflächen
Planung braucht Zusammenarbeit

Wärmeplanung verstehen

Ein Plan ist der Anfang. Die Umsetzung folgt vor Ort.

Die kommunale Wärmeplanung untersucht, wie Gebäude und Quartiere langfristig klimafreundlich mit Wärme versorgt werden können. Sie ersetzt weder eine Bauentscheidung noch einen individuellen Heizungsplan.

Fristen und Verfahren ansehen

Für große Gemeindegebiete lief die gesetzliche Frist zur Wärmeplanung am 30. Juni 2026 ab. Für kleinere Gebiete gilt bundesrechtlich grundsätzlich der 30. Juni 2028; Landesrecht und Sonderfälle sind zu beachten.

Quelle: Bundesinformationen zum Wärmeplanungsgesetz, Stand Oktober 2026.

Aus der Praxis

Drei Orte, drei unterschiedliche Ansätze

Historische Auszeichnungen der Agentur für Erneuerbare Energien dokumentieren, wie unterschiedlich Kommunen mit Strom, Wärme und Dialog umgehen.

Grüner deutscher Ort mit Solardächern und Windkraft
Brandenburg · 2016

Senftenberg

Die frühere Braunkohleregion entwickelte unter anderem Solarthermie für das städtische Wärmenetz.

Fallbeispiel lesen
Windräder über einer ländlichen Landschaft
Hessen · 2012

Schöneck

Die Entwicklung eines Windparks war auch ein Lernprozess über Transparenz und Information.

Fallbeispiel lesen
Photovoltaikflächen im Sonnenlicht
Niedersachsen · 2012

Göttingen

Effizienz, erneuerbare Wärme und Kooperation mit regionalen Partnern standen im Fokus.

Fallbeispiel lesen
Menschen besprechen gemeinsam erneuerbare Energien und ein kommunales Modell

Beteiligung statt bloßer Zustimmung

Transparenz schafft eine bessere Diskussion.

Frühzeitige und verständliche Informationen reduzieren nicht automatisch jede Meinungsverschiedenheit. Sie ermöglichen aber eine sachlichere Abwägung: Welche Flächen sind geeignet? Wer profitiert finanziell? Wie werden Natur- und Landschaftsschutz berücksichtigt?

Auf der Beteiligungsseite findest du Formate für Bürgerdialoge, Hinweise zu Bürgerenergie und konkrete Schritte für eine transparente Projektkommunikation.

Bürgerbeteiligung entdecken

Womit sollte Ihre Kommune beginnen?

Der Kommunalratgeber bündelt die wichtigsten Entscheidungen vom ersten Gespräch bis zur Umsetzung.

Zum Ratgeber

Quellen & weiterführende Informationen

Die folgenden Originalquellen ermöglichen die eigenständige Vertiefung der Inhalte.